BVO News

14.10.2016
Deutscher Bauernverband e. V. (DBV)

Die Ergebnisse des Konjunkturbarometer Agrar des Deutschen Bauernverbandes (DBV) zeigen für den Monat September 2016 eine leichte Verbesserung, aber noch keine durchgreifende Erholung der wirtschaftlichen Stimmungslage der deutschen Landwirtschaft. Die abgefragte Investitionsbereitschaft aber fällt auf einen neuen Tiefstand.

05.10.2016
Julius Kühn-Institut (JKI)

Erdbeobachtungssatelliten liefern wichtige Informationen über den Zustand und die Veränderungen unseres Lebensraums, auch über landwirtschaftlich genutzte Flächen. In Deutschland bewirtschaften etwa 285.000 landwirtschaftliche Betriebe knapp über die Hälfte der Gesamtfläche des Landes (52 %). Allerdings waren bisher aktuelle Informationen, die sich aus Satellitenbildern ergeben, meist nur für Experten verfügbar, da die Beschaffung und Auswertung der Daten für einzelne Landwirte zu kostspielig und kompliziert war. Die Partner des jetzt gestarteten Verbundprojektes AGRO-DE wollen das ändern.

14.09.2016
BVA

Köln/Berlin - Rainer Schuler wurde am Dienstag einstimmig zum neuen Präsidenten des Bundesverbandes der Agrargewerblichen Wirtschaft e.V. (BVA) gewählt. Er tritt damit die Nachfolge von Konrad Weiterer an, der als Präsident die Geschicke des BVA seit Februar 2014 geleitet hatte und am 22. August 2016 im Alter von 62 Jahren völlig unerwartet verstarb.

BVA-Präsident Schuler, geschäftsführender Gesellschafter der Beiselen GmbH in Ulm, gestaltet die Verbandsarbeit bereits seit zehn Jahren als Vorstandsmitglied und BVA-Vizepräsident aktiv mit. Schuler führt seit 1980 die Beiselen GmbH, eines der größten familiengeführten privaten Agrarhandelsunternehmen in Deutschland.

05.09.2016

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat das Gutachten „Klimaschutz in der Land- und Forstwirtschaft sowie den nachgelagerten Bereichen und Ernährung und Holzverwendung“ entgegengenommen. Das Gutachten wurde vom Wissenschaftlichen Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE) und vom Wissenschaftlichen Beirat für Waldpolitik (WBW) beim BMEL erstellt. In dem Gutachten wird herausgestellt, dass Landwirtschaft auf dem Großteil der Fläche Lebensmittel und damit Produkte produziere, die nur eingeschränkt substituierbar seien. Die THG-Emissionen der Landwirtschaft seien daher auch in Relation zur jeweiligen Produktionsleistung zu bewerten. Unter den günstigen klimatischen Produktionsbedingungen in Deutschland und bei gleichzeitig weltweit absehbar knapper werdenden landwirtschaftlichen Flächen sei eine flächendeckende Verringerung der Produktionsintensität nicht zu empfehlen. Aussagekräftiger als die THG-Emissionen pro Flächeneinheit seien die THG-Emissionen je Produkteinheit.

02.09.2016
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Die deutsche Getreide- und Rapsernte fällt 2016 unterdurchschnittlich aus. Das zeigt die aktuelle Erntebilanz des Bundeslandwirtschaftsministeriums.Witterungsbedingungen wie ein etwas zu trockener Frühherbst 2015 prägten die Ernte im aktuellen Berichtsjahr (September 2015 bis August 2016). Auch ein erneut zu milder Winter und die sehr starken Niederschläge in den meisten Regionen im Frühsommer beeinflussten die Ernte. Dies führte zu vermehrten Krankheiten bei Pflanzenkulturen sowie Ertrags- und Qualitätseinbußen.

18.08.2016
Deutscher Bauernverband e. V. (DBV)

Die Umsetzung des Greenings in Deutschland ist unter dem Strich in diesem Jahr erfolgreich verlaufen, stellte der Deutsche Bauernverband (DBV) fest. Die angebotenen Alternativen zur Umsetzung der Ökologischen Vorrangflächen wurden in der Tendenz ähnlich stark bzw. noch stärker als im Vorjahr in Anspruch genommen. Ausnahme sind die Puffer-, Rand- und Blühstreifen, die wegen ihrer Komplexität und hoher Sanktionsrisiken von weniger Betrieben angelegt worden sind. Der DBV zieht aus diesen Ergebnissen die Schlussfolgerung, dass das Greening weiter stark vereinfacht werden muss. Die jüngsten Vereinfachungsvorschläge der EU-Kommission zum Greening führten hingegen zu weiteren Einschränkungen des Greenings, kritisierte der Bauernverband.

04.08.2016
Statistisches Bundesamt

Im Jahr 2016 blieb die Fläche, die in Deutschland als Ackerland genutzt wird, mit 11,8 Millionen Hektar im Vergleich zu den Vorjahren konstant. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen der Bodennutzungshaupterhebung weiter mitteilt, verwendeten die Landwirte den größten Anteil der Ackerfläche mit 6,4 Millionen Hektar (54 %) auch 2016 für den Anbau von Getreide. Bei den Anbaukulturen dominieren Weizen und Silomais mit zusammen 45 % an der gesamten Fläche des Ackerlandes.

20.07.2016
Julius Kühn-Institut

Kranke Erbsen- und Ackerbohnenpflanzen gehen derzeit nicht nur regional, sondern aus ganz Deutschland bei Dr. Heiko Ziebell am Julius Kühn-Institut (JKI) in Braunschweig ein. Sie zeigen auffällige starke Vergilbungen und gestauchte Triebspitzen mit deformierten Blättern. Es handelt sich um die Symptome eines Nanovirus, einer Viruskrankheit, die in diesem Frühsommer flächendeckend ganze Felder an Hülsenfrüchten befallen hat.

15.06.2016
Europäische Kommission

Die Europäische Kommission legte am 15.06.2016 Kriterien zur Bestimmung endokriner Disruptoren im Zusammenhang mit Pflanzenschutzmitteln und Biozidprodukten vor. Endokrine Disruptoren sind – sowohl natürlich vorkommende als auch chemische – Stoffe, die die Funktion des Hormonsystems stören und dadurch schädigende Wirkung bei Menschen oder Tieren hervorrufen können. Die Kommission stellte Entwürfe für zwei Rechtsakte vor, in denen wissenschaftliche Kriterien festgelegt sind, die in den Bereichen Pflanzenschutzmittel und Biozide eine genauere Identifizierung chemischer Stoffe ermöglichen, bei denen es sich um endokrine Disruptoren handelt.

16.06.2016
Gemeinschaftsfonds Saatgetreide

Die Frage, wie gut die Qualität von Zertifiziertem Saatgut ist, diskutierten am 15.6. auf den DLG-Feldtagen Vertreter aus Pflanzenzüchtung, Landwirtschaft, Saatgutaufbereitung und -anerkennung sowie Medien am Stand des Gemeinschaftsfonds Saatgetreide (GFS). Die Qualität von Z-Saatgut wird durch das Qualitätssicherungssystem für Z-Saatgut (QSS) überwacht. Das von Pflanzenzüchtung, Vermehrung und Handel getragene System wurde vor über zehn Jahren etabliert und wird stufenweise weiterentwickelt. Aktuelle Ergebnisse der QSS-Probenahme stellte Franz Beutl, Sprecher der AG QSS und Geschäftsführer der IG Pflanzenzucht, vor. Es zeigten 92 Prozent der fast 1000 untersuchten Proben von Wintergetreide in 2015 eine gute bis sehr gute Qualität, die auf verstärktes Qualitätsmanagement, insbesondere durch Selbstkontrolle und unabhängige Auditierung, zurückzuführen ist.

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